Das Projekt versucht, ein Auge auf das offensichtliche Gesicht der „Biosicherheit“ und Überwachung zu werfen, das in den letzten zwei Jahre wegen COVID-19 viel diskutiert und angesprochen wurde: Mobilität. Transdisziplinär konzipiert, Sousveillance bringt die Arbeit der Komponistin Meriel Price und die theoretischen Eingriffe des Wissenschaftlers Nicolas Nova und der Kunsthistorikerin Sara Alonso Gómez mit dem Kollektiv SoundTrieb zusammen. Ziel wäre es, eine Schweizer Edition von staring at the bin in öffentlichen Räume zu entwickeln, um letztlich dessen Vermittlung als Videokunst in einem Ausstellungsformat im Museum Tinguely zu leisten.


staring at the bin (2016) bewegt sich in einem breiten Spannungsfeld zwischen dem Kampf um Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum durch autonome Aktionen und einer ästhetischen Perspektive durch die Gestaltung von Rhythmus und Choreografie. Kuratiert unter dem Konzept Sousveillance, reflektiert das Projekt über die Überwachten und urbaner Rhythmus. Das Projekt erhält auch eine neue theoretische Dimension in Bezug auf unsere aktuellen globalen Umstände, da es sich mit einer der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie COVID-19 beschäftigt: der Einschränkung der Mobilität. Es reflektiert indirekt Themen wie soziale Distanz, hysterisches Verhalten, Handlungsspiegelung, u.a.

Sousveillance

staring at the bin is where the public, music, and theatre directly meet, unannounced and unexpected. A collection of minuscule performances in public spaces, events so tiny they appear to be coincidences or strange chance occurrences. Musical and theatrical events are seamlessly fused to life in urban spaces, distilled to their essence; the rest, the beat, repetition, or variation. Day to day life is framed and focused as it provides the material for intimate interactions. Meeting eye to eye without an “art” context allows a new relationship, a direct response as all labels are removed, leaving space for ones own meaning. Disturbances in the rhythm of the day force a pause for thought, an opportunity to reinterpret everyday routines or urban life. Something for nothing and unexplained, the events are unexpected, heightening awareness, stimulating a more immediate connection to surrounding people, places, and occurrences.

Meriel Price

Format: Performance, Video, Ausstellung

Datum: 23. Februar - 26. März 2023

Projektleitung/Kuratieren: Isabel Piniella

Komposition: Meriel Price

Video/Ton: Mortiz Hossli, Tapir Filmatelier

Wissenschaftler*innen: Nicolas Nova, Sara Alonso Gómez

Publikation: Verlag für Moderne Kunst

Eine Kooperation mit dem Museum Tinguely

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